Bluesseminar in Heiligenkreuz im Südburgenland

Santonina hatte vor Kurzem das Vergnügen, den Bierkenner BierSepp (Sepp Wejwar) http://www.beerkeeper.eu kennenzulernen, zunächst nichtsahnend, dass er auch ein hervorragender Musiker ist. Das Leben ist oft wahrlich seltsam. Kurze Zeit später traf man sich wieder, und zwar beim legendären Limmitationes-Bluesseminar in Heiligenkreuz im Lafnitztal, veranstaltet von Udo Preis unter Assistenz von Emil Gross und Musiker-Freunden. Die Berichte werden nachhinken, da sich Santonia für einige Tage zur Erholung zurückzieht…

Zwei Videos vom Abschlusskonzert

Leo Schatzinger schreibt: “Udo (Udo Preis, http://www.limmitationes.com) hat mich ersucht, aus meinen Videoaufnahmen und der Tonspur von Martin Lunzer zwei kurze Zusammenschnitte unseres Konzerts zu machen.
Unter

bzw.

könnt ihr unser gemeinsames musikalisches Wirken, das auch mir außerordentlich viel Freude bereitet hat und für das ich mich bei  euch allen sehr herzlich bedanken möchte, sehen und hören.
Liebe Grüße
Leo Schatzinger

Ja, es war wirklich eine inspirierende Zeit, die noch lange nachwirkt. Mit meinen Impressionen vo Seminar komme ich nur langsam voran, denn mein Leben ist zu turbulent.

Hier mal eine Leseprobe eines Erlebnisberichts von Santonina… Es handelt sich schlicht und ergreifend um den Anfang der Erzählung.

“Gute Blues-Zeiten in Heiligenkreuz i.L.

(Einer der acht Songs, die von den Studenten des Buesseminars aufgeführt wurden, war “Let the Good Tmes Roll! vom B.B. King der vor kurzem die irdische Bühne verließ.)
Ein Bluesseminar… Das stellte ich mir in meiner Naivität so vor, dass nach einer Begrüßungs- und Vorstellungsrunde ein wenig über Bisheriges, Geplantes und Grundsätzliches palavert wird. Vielleicht auch Musiktheoretisches vermittelt wird. Und dann die Instrumente wie in einem kleinen Orchester aufgestellt würden.
Mein Riesenbammel vor dem leider recht unvorbereiteten Einstieg – umständehalber, wen kümmern Erklärungen bekam stattdessen noch zusätzlich Nahrung. Fast ausschließlich männliche „Kollegen“, noch beim Frühstück in der Wirtsstube, entpuppten sich als erfahrene Musiker und wiederholte Seminarteilnehmer. Wo hab’ ich mich da bloss hineinbegeben, ging durch meinen Kopf. Klassische Klavierausbildung, Musikmatura, ein bisserl Chor- und Orchestererfahrung, ein wenig Harmonielehre, ein bisserl Improvisation abgeschaut, Konzertbesucherin.
Ha! Zum Glück ein weiterer Keyboarder, nahm auch im Vorjahr teil.
„Wirst sehen“, meint Beppo beruhigend. „Das ist zu schaffen! Am Anfang werden wir wieder gemeinsam singen. Das dient zum Einschwingen.“
Und tatsächlich! Joe Fonda, einer unserer Musiklehrer, begann zu klatschen und zu singen. „You make me running, you make me hiding…“ Alle hielten im Kreis wacker mit, eine Schar von zirka 20 Teilnehmern. Was gäbe ich dafür, den Text zu sehen! Kein Text, keine Noten! Schwer für mich stark visuell veranlagte Persönlichkeit!
Die nächste Hürde kam nach ein paar Übungsrunden. Alle kamen allein an die Reihe, bestärkt durch ein „yeah, yeah, yeah“ des Chors zwischen den beiden Teilen des Songs. Zuletzt kam noch Bewegung dazu. Swingend marschierten wir im Kreis und begannen mit dem Zuwerfen von Blicken und humorvollen Gesten anzudeuten, dass wir Spass an diesem für mich ganz neuem Chortraining hatten.
Und schon ging es an die Instrumente, darunter ein Flügel (gespielt von Mike Kindred), drei Keyboards, sieben oder acht E-Gitarren, einem Schlagzeug, zwei Saxophone, eine Posaune. Nach und nach traten noch weitere Instrumente in Erscheinung – Querfläte, Tamburin, Blues Harp.
Die Instrumente wurden an Verstärker angeschlossen, die Gitarren gestimmt. Und ehe ich überhaupt zum Überlegen kam, ging’s los. Sweet Home Chicago. Eine Aufnahme des Songs wurde kurz angespielt. Mit einiger Mühe erfragte ich, in welcher Tonart gespielt wird. Und los ging’s….”

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