Das Ökowunder Sauris

© Santonina 01 2013

Eure Santonina hat sich im Jahr 2012 erstmals nach Sauris gewagt, und das ganz unspektakulär mit einem ganz gewöhnlichen PKW. Mit dem Motorrad hätte mich wahrlich der Mut da und dort verlassen. Mit Reiseführern und einem Ausschnitt aus einem Reisejournal mit Lokaltipps bewaffnet, ging ich mit meinem Begleiter auf die Pirsch. Der Himmel war uns mit prachtvollem stabilem Sommerwetter gewogen.

Im Rückblick kann ich nur kurz meine Eindrücke skizzieren und ein paar Schnappschüsse aus meinem Archiv ausgraben.

Die schöne Ortsbildgestaltung lässt vermuten, dass da ganz viel Kapital geflossen sein muss. Sei’s drum. Der Tourist erlebt ein zauberhaftes Ambiente und entdeckt so nebenbei erstaunlich viel Kultur. Eigentlich möchte ich gar nicht gerne mehr verraten. Wissensdurstigen erschließt sich ohnehin ganz schön viel im Internet. Und außerdem sollt ihr ja Lust aufs Hinfahren bekommen!

Eigentlich sind es die kulinarischen Freuden, die die meisten Besucher nach Sauris locken. Der spezielle Schinken und weitere regionale Köstlichkeiten, die nicht nur in gepflegten Lokalen, sondern auch in Shops zum Mitnehmen erhältlich sind – ja sogar ein köstliches eigenes Bier gibt es. So bietet sich kulinarischer Genuss, aber auch ein beglückendes Spazier- bwz. Wandererlebnis und jede Menge zum Staunen und Fotografieren – die schönen Bauerngärten, die ordentlichen Holzstapel mit den dekorativen Häuschen, jede Menge marlerische Architektur und somit ungezählte Fotomotive.

Für Sprachfreaks wie mich gibt es darüber hinaus die Besonderheit eines alten deutschen Dialektes. In Zahre (Sauris) hat sich eine Sprachminderheit erhalten und es ist urwüchsig, diesen sympathischen Dialekt zu vernehmen. Die Tradition wird selbstbewusst gewahrt und zeigt sich auch in Büchern, die in der Gaststube im stimmungsvollen Restaurant Alla Pace für den Gast bereit gehalten werden. Vermutlich kamen die Zuwanderer aus dem Südtiroler Pustertal. Denn die erst viel später geschaffene Zufahrt vom Südosten gab es ja nicht und vom Norden (Gailtal) ist der Standort unzugänglich. Die Bergorte Ober- und Untersauris waren also nur vom Nordwesten aus erreichbar.

Sauris, trotz allem Tourismusrummel – ich komme gerne wieder, um erneut das Wirtschaftswunder zu studieren, wie ein kleines schmuckes Bergdorf der Abwanderung trotzt. Es ist also möglich – wenn man was Besonderes anzubieten hat und wenn alle im Kollektiv dazu beitragen – schier am Ende der Welt ganzjährig Besucherströme anzulocken. Das Beispiel zegt einmal wieder: „Geht nicht.. gibts nicht!“

So was gefällt mir!

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