Ein Mann – ein Werk – ein Genuss

© Santonina 02 2013

Valentin Latschen – ein Versuch eines Porträts

Es hieße Pfauen nach Klagenfurt tragen, wollte man diesen Mann vorstellen.

Mein Bericht soll keine Lobeshymne werden, das wäre viel zu banal… Derlei obliegt der Gourmet-Presse, der Fachwelt, den Sommeliers… Und sein Metier ist bestens bekannt.

Auch ist Valentin Latschen ja völlig offenherzig, was seinen Werdegang anbelangt. Seine eigene Präsentation ist klar und ansprechend, dem braucht nichts hinzugefügt werden. Da kann man nur allen empfehlen, ihn und seine Kreationen kennen zu lernen und sich sein eigenes Urteil über sein Schaffen zu bilden. Also was habe ich Spezielles zu berichten?

Nun, mir geht es nicht allein um seine Edelbrände, diese pionierhaften Kreationen über Jahrzehnte, die wirklich eindrucksvoll innovativ sind und viele Nachfolger fanden. Doch nur wenigen gelingt vergleichbare Qualität.

Meine erste Begegnung mit Pfau-Edelbränden gab mir das Gefühl, im Himmel dieser Kunst angelangt zu sein. Es hatte in der Tat etwas von der Entdeckung feinster Aromen und Parfums, sehr verblüffend. Ein  neuer Genuss-Kosmos.

Es würde mich nicht wundern, wenn Herr Latschen noch weitere Crossovers entwickelt, wenn nicht neue sinnliche Genussvarianten entstehen, gleichsam eine Wanderschaft durch ätherische Obstlandschaften… Aber damit schweife ich ja in meinem Enthusiasmus über meine Entdeckungen wirklich  ab. Weg vom Pfau, zurück zu dessen Urheber!

Anfang Februar 2013 fand „Herr Pfau“ zwischen Begegnungen mit der großen internationalen Sportszene in Kitzbühel und Schladming Zeit, mir sein Reich in Klagenfurt zu zeigen. Im Keller der Schleppe-Brauerei befindet sich eine geschickte Symbiose aus der traditionellen Brauerei, einer stimmungsvollen Vinothek, sowie Valentin Latschens Brennerei und seinen Präsentationsräumen. Eine Besichtigung lohnt sich.

Das Areal ist eine architektonisch kluge Kombination aus Alt und Neu, verbindet die tiefer gelegenen Räume in offener Bauweise mit einem Event-Saal und weiteren eventtauglichen Flächen, die von Party bis Genussverstaltung viel Frohes erleben lassen, sinnig verwoben mit realen Brau- und Brennereiaktivitäten, die bewusst nicht kaschiert werden.

Dunkle Gewölbe und mehrstöckige Glaswände erstaunen im Kontrast, Bier- und Edelbrand-Aromen begleiten die Besichtigung.

Als mir Valentin Latschen anhand einer Fotogalerie erzählt, wie er seinerzeit ein schweres finanzielles Erbe antrat, um die Landwirtschaft seines Vaters in Ruden zu erhalten, dass er später noch weit schwerere Belastungen zu ertragen hatte, aber niemals an Aufgeben dachte, verstehe ich die bescheidene und doch so selbstbewusste Haltung eines Mannes, der offensichtlich durchs Feuer gegangen war. Mehr als alle seine Produkte ist er „destilliert“… Mir fiel die chinesische Weisheit ein: „Schwierigkeiten machen ein Juwel aus dir.“

Nun freut er sich über weltweite Achtung, Kooperationen mit großen Traditionsbetrieben, Ehrungen und Einladungen zu Fachvorträgen.

Besonders am Herzen liegt dem großen österreichischen Genuss-Pionier, die Jugend zu inspirieren und zu begeistern. Das Produkt ist dabei nur der „Aufhänger“. Denn eigentlich geht es ihm darum, beispielgebend dafür zu sein, was ein Mensch erreichen kann, wenn er zielstrebig und von seiner Sache begeistert ist.

Gerne vermittelt Valentin Latschen in seiner glaubwürdigen sanften Anschaulichkeit, worauf es in Gastronomie und Service ankommt. Qualität bildet natürlich die Basis. Aber nicht weniger wichtig sind Fachkenntnisse und Kommunikationsfähigkeit des Gastronomen und der Personen im Service. Ohne Begeisterung, ohne echtes Engagement für den Gast wird auch die beste Kulinarik nicht das Erlebnis bieten, das sich die Gäste erhoffen.

Ja, Valentin Latschen wird nicht müde, diese grundlegende Philosophie zu vermitteln.

Meine Privatführung endet mit der Verkostung eines feinen Sekts, geadelt mit fruchtigen Edelbrand-Aromen, mit denen das Sektglas innen benetzt wurde. Einfach genial!

Beide bekommen wir leuchtende Augen bei der Erzählung vom Erdäpfelbrand und von der selbstauferlegten Herausforderung, anders als beim Wodka den Geruch der Kartoffeln in den Brand zu bringen. Staunenswert, das Erdapfel-Aroma aus der Spray-Flasche, das in mir ein Feuerwerk möglicher innovativer Präsentationen und Gourmet-Kreationen entfacht.

Verzaubert verlasse ich diese Wunderwelt und fühle mich glücklich und geehrt, einem großen Menschen begegnet zu sein, dessen Authentizität, Leistung und Engagement in vorbildlichem Einklang sind.

Mein Herz ist vom Wunsch erfüllt, dass seine Genussbotschaft, die ja im Grunde eine zentrale Lebensweisheit in sich birgt, von möglichst vielen jungen Menschen aufgenommen wird. Denn dies kann entscheidend höchst positiv dazu beitragen, wie sich unsere Gesellschaft künftig entwickelt.

Valentin Latschen – Visionaer TV: youtube.com

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Firma Pfau

Quinta Essentia

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