Nachtwanderung zum Lenzhof

© Santonina 12 2012

Die wohl unglaublichste „Vollmondwanderung“ zum Lenzhof erlebte eure Santonina im Dezember 2012 in Grafendorf im oberen Gailtal. Allein aufgrund der Tatsache, dass die sogenannte Vollmondwanderung der Naturfreundegruppe Oberes Gailtal aus terminlichen Gründen eine Neumondwanderung war. Obmann Martin Hohenwarter nahm Santonina ins Schlepptau. Ein Schnapserl erwärmte die Körper der an die zwanzig Wandersleute und ermutigte die weniger Wander-Erprobten unter uns…

Faszinierend, dass die Schneelandschaft nachts so reflektierte, dass es auch in dunkelster Neumondnacht relativ hell war und wir kaum Taschenlampen benötigten. Ausgerechnet die Nachhut verlief sich und musste einen Abstieg mit einem steilen Aufsteig über eine Wiese in Kauf nehmen. Aber alles ging gut. Dann, oben am Berg, auf fast 1.200 Meter Höhe, weihnachtliche Klänge. Ja, die galten uns! Ein Überraschungs-Ständchen der Musikerfamilie Sagmeister aus Kötschach-Mauthen am Balkon unseres Ausflugsziels Lenzhof. Es macht Freude, wenn Kinder so ambitioniert musizieren und so gut aufspielen.

Die kräftige Stärkung mit einem hervorragenden Hirschbraten weckte wieder unsere Lebenskräfte. Es wurde mir berichtet, dass die Bewohner des Klein-Lenzhofs tüchtige Bauern und Forstwirte sind, dass sie bekannt wegen ihrer gute Küche sind, eigene Forellen züchten, Brot backen und dass es eine eigene Nudelproduktion gibt. Die Familie Steiner betreibt einen Hofladen! Na, da komm ich sicher wieder rauf! Oder besorg mir diese Leckereien im St. Danieler Geschäft.

Es wurde gemeinsam gesungen, musiziert und sogar ein wenig getanzt. Gailtaler Lebensart vom Feinsten, gemeinsames Erleben, an dem viele in solcher herzlichen Art teilhaben würden. Natürlich durften auch deftigere Scherze mit zunehmendem Alkoholspiegel mancher Teilnehmer nicht fehlen, und der Aufenthalt beim Lenzhof zog sich und zog sich vor lauter „Hetz“ immer mehr in die Länge, als gäbe es kein Morgen. Die Wanderung erschien plötzlich kurz im zeitlichen Vergleich, war ja auch der Tag ein intensiver Arbeitstag, was sich nun bemerkbar machte. Ja, Feiern braucht Sitzfleisch, was mitunter noch strapaziöser ist als die steilste Wanderung.

Aber Glück muss man haben! Die Wirtin hatte noch jemanden im Tal abzuholen, was mir und dem Naturfreunde-Obmann den beschwerlichen Rückweg ersparte.

Unvergesslich bleiben die Weihnachtsklänge und die lustigen Weisen, die zauberhafte Vorweihnachtsstimmung, die an Roseggers Weihnachtserzählung erinnerte.

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