Der Einstieg in Steemit

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fa922852bcTeil 1 – Der Einstieg in Steemit

Ein Beitrag von Martina Martini

 

Was mich zu Steemit führte

Mitte Dezember 2017 begann ich  auf Steemit zu bloggen. Ein Angehöriger empfahl mir diese Community mit den Worten: „Das ist ähnlich wie Facebook, nur kannst du damit Geld verdienen. Ich habe bereits angefangen.“ Cool! Wie das funktionieren soll, Geld verdienen für Posts? Ein neues Konzept! Das machte mich natürlich neugierig.

Lange Jahre hindurch hatte ich viel zu viel Zeit in Tausende Seiten im Internet investiert und dafür nie einen Cent bekommen. Die gängigen Werbemethoden behagten mir nie. Bettelei um Geldspenden noch weniger. Auch vom herkömmlichen Journalismus war ich nie angetan, da er wenig Freiraum ermöglicht und mit enormem Zeitdruck einhergeht. Also sagte ich mir, mit meinen Posts trage ich etwas in der Gesellschaft bei.

Im Vorjahr hatte ich jedoch nicht mehr viel Freude damit. Das positive Feedback hielt sich in Grenzen. Ich begann spät, aber doch Bücher zu schreiben. Dann kam ein überraschendes größteres Bauprojekt uind die begonnenen Bücher und alle weiteren Projekte landeten in der Schublade. Jetzt erhole ich mich sozusagen vom Schrecken und fange mit kürzeren Texten wieder an.

Und nun stieß ich auf Steemit und  bin froh und glücklich darüber.

Hilfe am Anfang

Aller Anfang ist schwer, vor allem wenn man im Alleingang unterwegs ist. Man findet aber rasch Begriffserklärungen und Anleitungen, sogar auf YouTube. Es gibt auch Gruppierungen innerhalb der Steemit-Community, die den AnfängerInnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Sogar wenn es um das Schreiben und Formatieren  von Beiträgen geht. Diese Hilfestellungen sollen dazu beitragen, dass auch im Schreiben weniger Erfahrene einen guten Einstieg schaffen. Auch dienen solche Fördermaßnahmen dem Niveau der Beiträge in Steemit.

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Mein Erfahrungsbericht wird bald einer von unzähligen sein. Dessen bin ich mir bewusst und schreibe ihn dennoch! Aus dem einfachen Grund, weil ich für solche Erklärungen und Tipps zu Beginn besonders dankbar gewesen wäre.

Wenn nur einem „Minnow“ (Neuling) mit meinem Bericht hier geholfen ist, hat sich der Aufwand gelohnt!

Was ist Steemit?

Steemit nahm seinen Ausgang in Virginia, USA. Eine ambitionierte Gruppe erarbeitete dieses neuartige Konzept einer Blockchain, verknüpft mit einer Community mit monetärer Vergütung.

Die „Süddeutsche“ erklärt  n ihrem Artikel vom 5.12.2017 recht anschaulich (http://www.sueddeutsche.de/digital/steemit-dieses-soziale-netzwerk-bezahlt-seine-nutzer-1.3776291):

„Neu an Steemit ist, dass es seine Nutzer – momentan sind etwa 350 000 Accounts registriert – für ihre Aktivitäten bezahlt. Bislang lautet das als allgemeingültig akzeptierte Geschäftsmodell, dass die von Nutzern generierten Inhalte den sozialen Netzwerken Milliarden an Werbeeinnahmen einbringen, die Menschen, die das System in Bewegung halten, aber leer ausgehen. Steemit ist anders. Je erfolgreicher ein Posting ist, desto mehr kann der Autor verdienen. Seit dem Start hat das Netzwerk Digitalmünzen im Wert von rund 30 Millionen US-Dollar an seine Nutzer ausgeschüttet. Der gesamte Markt ist knapp das Zehnfache wert – der Wechselkurs kann schwanken.“

Die deutschsprachige Community wächst rasant und das weckt natürlich die Aufmerksamkeit der deutschen Medien. Auf Steemit selbst sind Gruppenbildungen erkennbar, aber auch real möchte man einander kennenlernen. Es gibt Steem-Feste und Steem-Stammtische, einen davon in Wien ist mir schon besser bekannt.

NeueinsteigerInnen bekommen auf Steemit von „älteren Hasen“ gute Tipps und nützliche Links, um sich besser in der großen weiten Steemit-Welt zurecht zu finden. Ganz uneigennützig ist diese Hilfestellung freilich nicht. Das Kuratieren, also das Unterstützen von Mitbloggern, füllt auch die eigene Brieftasche, ist also eins der vielen Mittel, sich gemeinsam auf Steemit hochzuturnen.

Ein Schelm wäre aber jener, der dabei Böses denkt… In einer gut funktionierenden Community findet ein ausgewogeness Geben und Nehmen statt. Dies erscheint mir nach meinen ersten Beobachtungen in der Steemit-Community bestmöglich verwirklicht. Steemit ist auf Interaktion aufgebaut. Somit ist von Haus aus kein Platz für reine Selbstdarsteller.

Man kommt schnell in Kontakt mit anderen Steemianern. Da man bemüht ist, einander Nettes zu sagen (es bleibt auch jeder Kommentar für alle abrufbar im Netz!) und wenn, dann nur konstruktive Kritik zu üben,  herrscht eine angenehme Gesprächskultur, die das Vernetzen begünstigt. Jeder neue Kontakt in Steemit kann der Beginn einer dauerhaften Freundschaft sein.

Ein für mich sehr wichtiges weiteres Argument für Steemit: Steemit wächst und wird von Tag zu Tag reicher an hochwertigem Informationsmaterial. Und das unter Wahrung  der Pressefreiheit, die bei den Mainstream-Medien schon längst nur noch ein Wort ist.

Es ist zu hoffen, dass Steemit die vitale Community bleibt, die sie nun ist, dass sie wächst und gedeiht und dabeii das Niveau hält. Sie hat das Zeug zu einem globales Forum, in dem alle Beteiligten mit vereinten Kräften daran arbeiten, dass unser Planet von Tag zu Tag noch ein Stück besser wird.

Es sind jetzt schon deutliche Anzeichen erkennbar, dass Steemit über die Rolle einer Kommunikationsplattform bei weitem hinauswächst. Doch damit habe ich schon viel dem geplanten Teil 3 vorweggenommen, mehr dazu aber wirklich in Teil 3.

Links und Tags

Um hier einige nützliche Anlaufstellen für NeueinsteigerInnen zu nennen (ich komme vielleicht später hierher zurück und ergänze diese Liste):

Die Steemit-Community selbst: https://steemit.com/

Suche mithilfe von Tags (Schlagwörtern):

Die Posts können mit bis zu fünf Tags (Schlagwörtern) versehen werden. Die Tags „steem“ und „steemit“ enthalten jede Menge nütziche Informationen über Steemit. Auch der Tag „dtube“ ist besuchenswert, denn Steemit hat auch einen eigenen Videokanal, alternativ zu YouTube.

Dies hier ist eine typische und recht nützliche Anleitung für NeueinsteigerInnen, „A Minnow’s Guide to Steemit“: https://steemit.com/minnowsupport/@shinyforest/a-minnow-s-guide-to-steemit

Mehr über das Minnow’s Support Project: https://minnowsupportproject.org

Wie man sieht, in englischer Sprache, denn in dieser internationalen Community ist Englisch nun einmal vorherrschend.

Nach und nach formieren sich anderssprachige Gruppen. Wenn man die Beiträge zum Beispiel mit „deutsch“ taggt, haben die deutschsprachigen User einen leichteren Zugang. Die Österreicher begannen mittlerweile ihre Beiträge mit „steemit-austria“ zu kennzeichnen.

Gegen eine geringe Gebühr kann man sich Starthilfe bei Tools wie dem Minnowbooster holen: https://www.minnowbooster.net/

Steemsearch hilfft bei der Suche nach Eintragungen http://steamsearch.com

Steemchat ist ein VoiceChat, den ich noch nicht ausprobiert habe.

Eine Sammlung von Anwendungen findet man hier: http://steemtools.com/

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Neu auf Steemit…

So, nun aber zur Sache. Das Registrieren ist verhältnismäßig leicht. Aber Achtung! Da #Steemit auf einer #Blockchain basiert, ist das Passwort nicht wieder generierbar, wenn es einmal vergessen ist. Unbedingt extra notieren! Wenn möglich, mehrfach und auf verschiedene Weise, denn weg ist weg! Das kann, wenn man schon viel Energie investiert hat und bereits Werte im Wallet sind, eine bittere Erfahrung sein.

Zum Glück sorgte ich vor, denn schon nach wenigen Tagen kam ich in die Lage, das Passwort neu eingeben zu müssen und –  aus wär’s gewesen!

Wie gut, wenn man schon jemanden kennt, der auf Steemit aktiv ist! Anfangs tauchen wirklich Fragen über Fragen auf. Mein Angehöriger war schon deutlich fortgeschritten, als ich zu posten begann. Doch leider ist er sehr viel unterwegs. Daher konnte ich mir nur ein paar Erklärungen von ihm holen.

Anfangs nahm ich mir natürlich seinen Blog @yourmate zum Vorbild. Aber es blieb immer noch ein ziemliches Tappen im Dunkeln. Wie soll ich mich einbringen? Und womit? Vorstellen soll man sich? Aja, das kenne ich, ist ja auch in den diversen Foren so. Zuerst mal schauen, wie das die anderen tun…

Ich forschte weiter. Steemit funktioniert nicht nur am Desktop, sondern auch am Smartphone sehr gut. Ich begann querbeet Beiträge zu lesen und war fasziniert. Neue Welten taten sich auf. Wie ein einziges großes Magazin von Gartenbau bis Wissenschaft, von Kunst bis Reisen.

Für mich als Multikulti-Freak ist natürlich auch die Freude riesig, dass sich auf Steemit Menschen aus aller Welt tummeln. Man kann sich aussuchen, welchen Kulturkreis und welche Sprache man sich gerade vorknüpfen will, sozusagen! Da ich zur Zeit einige Sprachen lerne und einige bereits spreche, ist diese Vielsprachigkeit ein großes Plus.

Das Upvoten und andere Fachausdrücke

Unterhalb von jedem Beitrag, sei es nur ein Foto, sei es ein umfassend bebilderter Artikel, gibt es ein Kästchen mit einem winzigen Dollarzeichen und ein weiteres kleines Kästchen zum Upvoten sowie ein häkchenförmiges Symbol zum Resteemen, also das, was man im Facebook als „Liken“ und „Sharen“ bezeichnet, sowie weitere  Symbole, die man fast übersieht.

In meiner Ahnungslosigkeit beteiligte ich mich anfangs begeistert mit Upvoten von Beiträgen, die mir gefielen. Doch schon bald kam ich drauf, dass man zum Upvoten eines Beitrags die sogenannte Steem-Power (SP) braucht und dass Beiträge, die älter als sieben Tage sind, nicht mehr upgevotet werden können.

Über den Steempower-Status kann man man sich auf folgender Seite informieren: http://steemd.com/ (plus den eigenen Usernamen zB @martinamartini dranhängen).

Zu jedem Konto gibt es ein Wallet, also eine elektronische Geldbörse, die über den Status des Blogs beziehungsweise des Kontos informiert. Und zwar nicht nur den User selbst, sondern auch alle anderen User, die einen Blog besuchen und schauen wollen, wie gut der Blogger unterwegs ist.

Die Transparenz

Ja, auf Steemit ist alles offengelegt. Bewertungen, Einnahmen, Ersparnisse, Kommentare…  Darüber hinaus ist es in der Community nicht gern gesehen, wenn man sich hinter einem Pseudonym verschanzt und nichts über sich preisgibt.

Ist ja einleuchtend, oder etwa nicht?  Ich möchte ja gerne wissen, mit wem ich mich unterhalte. Wer sitzt schon gern einer voll vermummten Gestalt gegenüber? Es irritiert mich schon, wenn mich der Name auf einem Blog nicht erkennen lässt, ob das Gegenüber männlich oder weiblich ist. Einige Male habe ich mich anfangs getäuscht!

Man sollte auf Steemit ohnehin nicht unüberlegt kommentieren, sondern sich mit dem Autoren beziehungsweise der Autorin befassen und nicht einfach lapidar kommentieren: „Guter Beitrag“, sondern es sollte aus dem Kommentar herborgehen, das man sich wirklich mit dem Inhalt des Beitrags auseinandergesetzt hat. Darum klicke ich vom Artikel zum Blog und informiere mich, ehe ich kommentiere, außer wenn ich es sehr eilig habe.

Es gibt selten etwas, von dem man nicht gleichzeitig auch des Gegenteil behaupten könnte… So auch hier! Ein User, der ganz rasch nach oben kommen will und möglichst viele Follower um sich scharen möchte, kann gar nicht auf alle Follower eingehen. Und weiter oben wurde gesagt, dass Kommentare auf den Inhalt des Textes Bezug nehmen sollen, dass man den Verfasser wertschätzt…

Lassen wir diesen Widerspruch halt einfach so stehen! Es ist eben beides zutreffend, je nachdem, wie wir uns in der Steemit-Welt bewegen!

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Bewertung, Belohnung und der gute Ruf

Für die Bewertung der Beiträge wurden komplexe Algorithmen erstellt, die allerdings auch genau erklärt sind – wer suchet, der findet! – und die man sich anschauen sollte. Beispielsweise wird der Aufteilungsschlüssel der Upvotes zwischen Autoren und Kuratoren in „A Minnow’s Guide to Steemit“ (in der Einleitung erwähnt!) genau dargelegt.

Ja, geht es denn da vor allem um Cash und nicht um Inhalt? Weit gefehlt! Zunächst mal geht es bei diesem „Spiel“, man könnte fast auch sagen, Wettbewerb, um das Gewinnen von Reputation, was sich in einer Zahl hinter dem Namen ausdrückt. Je besser der Ruf, desto größer wird der Einfluss. Gestartet wird mit dem Level 25. Die ersten Gehversuche werden bald einmal mit Level 26 und 27 belohnt.Wer es auf Level 50 schafft, ist schon gut unterwegs (ich bin jetzt erst auf dem weg dahin mit meinen 46!). Auf Level 70 und mehr brachte es bisher nur eine kleine Schar.

Man freut sich über erste Kommentare und erfasst recht rasch, dass freundliche Antworten, nicht nur matte Floskeln, erwünscht sind.  Faszinierend in unserer schnellebigen Zeit.  Es ist, als ob Höflichkeit und Ritterlichkeit, im realen Leben schon fast Anachronismen, durch Steemit wieder eingebürgert werden. Das ist wahrlich kein Fehler!

Rasch sind aber auch erste Bots zur Stelle, die einen neuen Post automatisch aufspüren und dir dies und jenes mitteilen. Mitunter laden sie dich ein, Deals mit ihnen einzugehen. Gegen eine verhältnismäßig geringe Gebühr bekommst du Votes von diesen Bots.

Wahrlich verwirrend und schwer durchschaubar am Anfang! Noch immer leuchtet mir nicht ein, warum der Aufstieg nicht nur durch Verdienste erworben kann, sondern auch mithilfe von Bots. Ich bin aber überzeugt, dass sich auch dieses Rätsel eines Tages für mich lösen lässt.

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Staunend bekommt also der Neuling, der unscheinbare Minnow,  ziemlich bald spitz, dass man Upvotes auch kaufen kann und Steem (also die Basis-Kryptowährung) nicht nur durch Beiträge erwerben, sondern auch zukaufen kann, und zwar mit anderen Kryptowährungen.

Ist nicht Bedingung, überhaupt nicht. Aber wie es so sein will, stolperte ich auf der Suche nach  Unterweisungen zufällig auf die Seite eines Steemers, der keinen Hehl daraus macht, wie ihm sein raketenhafter Aufstieg gelang. Nicht mit Fleiß und täglichen qualitativ hochwertigen Posts allein, verkündet er. Er investierte nach und nach ein Sümmchen in die Kryptowährung Steem und kaufte damit Steempower zu. Er rät dies allen Neulingen, wenn sie schneller vorankommen möchten.

Steem-Power

Mit deinen Beiträgen, Upvotes deiner Beiträge und mit Kommentaren zu den Posts anderer steigt also dein Ruf, erhöht sich dein Level. Durch ein Fehlverhalten kann er aber auch rasch verspielt sein. Warum ist diese Reputation so wichtig?

Weil auch deine Steem-Power mit deinem Ruf zunimmt. Die kleinen Fische, die Minnows, wie sie im Steemit-Jargon genannt werden, zählen fast nichts. Wenn sie  – die groß4e Mhrheit der Teilnehmenden – upvoten, ist das zwar auch eine Anerkennung und ganz nett, es fällt aber kaum ins Gewicht, anders als bei den Großen… aber dazu später.

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Eine Kombination aus Charakter, Fleiß und Taktik

Wenn man auf diese Weise erste Durchblicke bekommt, beginnt das Taktieren. Man begegnet  dann und wann  Glücksrittern, die eindringlich um Aufmerksamkeit und Förderung heischen. Bettelei um  Upvotes oder eine Spende aufs Konto kommen vor. Wenn zu erahnen ist, dass von dieser Seite keine Qualität und Gegenleistungen zu erwarten sind, unterstützt man solche Bestrebungen natürlich nicht. Das ist immer das Beste, unm siche Unannehmlichkeiten zum Abflauen zu bringen. Schwarze Schaf gibt’s eben überall.

Steemit favorisiert die Weltoffenen, Kommunikativen, die Humorvollen, die mental Starken, kurzum die „Winner“. Es ist eine naturgemäße Selektion, finde ich. Man beginnt wieder an das Gut zu glauben, denn endlich trifft man bei Steemit auf eine Gesellschaftsform,  die Charakter und gute Manieren schätzt und sogar belohnt. Menschen, die keine gute Kinderstube hatten, wird hier so nebenbei  Erziehung geboten…

Wer länger auf Steemit bleiben und es zu Ansehen und Wohlergehen in der Community bringen will, wird Gejanmner unterlassen, sondern sich für seine  Mitmenschen interessieren. Einem reifen Charakter entspricht es auch, sich neidlos über die Fortschritte anderer zu freuen.

Man kommt auf Steemit einfach nicht darum herum, sich um die Gunst der anderen UserInnen zu bemühen und sich freundlich, aufmerkam, wertschätzend und hilfsbereit zu zeigen. Glücklich, wer solche Eigenschaften bereits mitbringt. Wer dies bisher noch nich lebt, kann entweder wieder gehen oder sich bemühen, sich zu entwickeln.

Vielleicht fallen mir solche Details besonders auf, weil ich einige Zeit als Coach tätig war.

Steemit Logo

FaulenzerInnen und TrittbrettfahrerInnen werden auf Steemit nicht mitgeschleppt, sondern bleiben auf niedrigem Niveau, was ich einfach prima finde. Leider habe ich dies in der realen Gesellschaft allzu häufig gegenteilig erlebt. Hier wittere ich viele Ansätze zum Verwirklichen einer gedeihlichen Gesellschaftsform, die vor einiger Zeit noch als utopisch und unrealistisch eingestuft wurde.

Auch die Steemit-Welt ist bunt

Aber ich möchte Steemit nicht verherrlichen. Natürlich ist der „Tiergarten“ auf Steemit ebenso bunt wie überall, und nur durch das Nutzen von Steemit allein werden nicht alle Menschen edel hilfreich und gut. Man kann ja auch ein bisserl tun, als ob, um ein Ziel zu erreichen, nicht wahr?

Erste kriminelle Elemente schleichen sich leider auch schon ein. „Das Böse ist immer und überall“, wie eine bekannte österreichische Band humorvoll sang. Beispielsweise wollten sich Gauner Zugang zum Konto verschaffen wollen, indem sie verunsicherten Usern das Passwort herauszulocken versuchten. Also bitte keine rosarote Brille tragen, sondern wachsam sein, den gesunden Hausverstand nicht ablegen oder gar ins Sektiererische verfallen!

Steemit entwickelt sich laufend

Es gibt auch da und dort allerlei zu verbessern. Um nur zwei Beispiele zu nennen: Die Tags (Schlagwörter) sind offenbar wild gewachsen und daher die Liste der Tags etwas sonderbar. Man kann zwar eigene Tags setzen, die nicht in der offiziellen Tag-Liste aufscheinen, doch besser fährt man damit, die am häufigsten aufgerufenen Tags zu verwenden. So ist es wahrscheinlicher, dass der Beitrag bei Suchen bemerkt wird.

Zweitens sollte es für Neueinsteiger bessere Anleitungen geben, beispielsweise auf einer externen Webseite und/oder in Form eines Handbuchs und/oder in Form eines Einführungsvideos. Da ist noch viel auf Open-Source-Basis zu tun!

Wo finde ich Unterstützung?

Duch die Beteiligung an einem Netzwerk von Peers kommt Schwung ins Steemit-Leben. Es ist ratsam, sich an erfolgreichen Steemern zu orientieren. Viele von ihnen geben gerne Rat. Einige unterstützen sogar gezielt förderungswürdigen Nachwuchs. Anbiedern ist allgemein nicht gern gesehen.

Viele UserInnen mit großer Steem-Power reagieren zu Recht verärgert, wenn sie um Upvotes angebettelt werden. Hingegen werden sie durch konstruktive Beiträge und Kommentare geneigt, ihre mächtige Stimmkraft zu verwenden. Sie müssen mit ihren Ressourcen weise umgehen, den auch ihre Ressourcen sind nicht endlos und sie tragen allein schon aufgrund ihrer Vorbildfunktion eine höhere Verantwortung.

Das liebe  Geld

Ein wesentlicher Faktor der Steemit-Community ist nun mal die Belohnung in monetärer Form. Jeder hofft darauf, viele gieren darauf.. Bisher fand ich noch niemanden, der nicht auf Steemit gekommen wäre, weil Gewinne durch Kryptowährungen locken. Es ist ein Anreiz, und das ist ja auch ganz OK so.

Einige widmen ihre Einnahmen ganz oder teilweise einem karitativen Zweck.

Viele verkünden der ganzen Welt freudig, wie sie dank Steemit innerhalb kürzester Zeit ihre Konten sanieren konnten und nun dank Steemit Wohlstand erwerben.

So etwas spornt natürlich an und ich denke, es kann noch ein regelrechtes Steemit-Goldfieber entfacht werden, wenn sich Steemit zur breiten Masse durchspricht, ähnlich wie in der Kryptowelt in den vergangenen Jahren.

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Quality First

Ja, nun sind wir endgültig beim bedeutsamen Stichwort „Qualität“ angelangt, das auf Steemit großgeschrieben wird. Hoffentlich bleibt das so. Möge das rapid wachsende Steemit nicht nach und nach mit Trivialem überschwemmt werden. Mögen Qualitätsjournalismus und sonstige guten Beiträge weiterhin tonangebend bleiben.

Die Community basiert auf der Win-Win-Strategie, und das fühlt sich gut an! Rasch finden Menschen mit ähnlichen Interessen zueinander. Am besten kommt man voran, wenn man sich gegenseitig unterstützt.

Die TeilnehmerInnen sind es, die laufend selektieren, ihr Upvote Beiträgen schenken, die sie berühren oder begeistern, für sie lehrreich oder spannend sind, kurzum, sie sollen gefallen, wobei der Faktor Sympathie wie überall im Leben auch eine Rolle spielt. Beiträge also, die gefallen beziehungsweise die nützlichen Content enthalten, bringen Anerkennung.

Nutzloses Blabla wird ignoriert und lohnt nicht. Ausnahmen wird es sicher auch dann und wann geben. Manchmal ist nicht erklärbar, warum ein Post zum Hype wird und der andere unverdient übersehen wird. Daher sollte man auch nicht schnell entmutigt sein, sondern dran bleiben.

Das Niveau der eigenen Beiträge einzuschätzen, ist gewiss nicht leicht. Wie leicht neigen wir dazu, uns zu über- oder unterschätzen! Die Steemit-Community bietet unverzügliches Feedback. Natürlich gehört wie überall auch eine Portion Glück dazu, denn es kommt darauf an, wer gerade online ist und den neu veröffentlichten Beitrag findet, liest und kommentiert. Diesem Glück kann ein wenig nachgeholfen werden, indem man in seinem Kontaktkreis die Veröffentlichung ankündigt…

Ich frsge mich allerdings, wie es sein wird, wenn Steemit mit Neuzugängen überschwemmt wird. Denn ich habe das Gefühl, die jetzigen Steemianer sind erst die Vorhut. Es sollte immer möglich bleiben, Spreu vom Weizen zu trennen, möglicherweise mit Einführung zusätzlicher Rankings bzw. Qualitätskriterien. Ich entdeckte einige anzeichen, das an Weiterentwicklung und Optimierung im Hintergrund intensiv gearbeitet wird. Ein gutes Zeichen!

Der Faktor Qualität war für mich ausschlaggebend, um mir künftig die Mühe anzutun, auf Steemit zu posten (wenn, dann sollte man möglichst täglich einen Beitrag posten).

Mühe? Ja, zugegeben. Auch wenn die Begeisterung groß ist, so braucht das Verfassen eines guten Artikels immerhin etliche Stunden, wenn nicht Tage.

Damit bin ich noch nicht am Ende mit meinen Erklärungen.  Dieser Beitrag wird in den nächsten  Tagen mit  Infos zu den Themen Steem Dollars, Rangordnung, Following, Originalworks, Copyright und Witnesses ergänzt werden. Und es folgen in Kürze Teil 2 und Teil 3.

>> Teil 1 – Ergänzung bzw. zweite Hälfte – Meine ersten Erfahrungen mit Steemit und wie ich Freunden davon erzählen würde

Es folgen hier (und auf Steemit) in Kürze Teil 2 und Teil 3!

Teil 2 – Meine ersten Erfahrungen mit Steemit

Teil 3 – Auswertung und Ausblick

Zusätzliche Informationen (Steemit-Basics)

 

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Gourmet-Erlebnisse, Kultur-Schmankerln, Begegnungen, Reise-Impressionen